Eine Woche Rohinstallation und Fassade

Es folgt nun also Post Nummero 3 am heutigen Tage um den Stau der letzten Wochen auf unserem Blog mal aufzulösen und Euch auf den neuesten Stand zu bringen…

Am Dienstag kamen Christian Preller und Frank, die unsere Rohinstallation Sanitär und Heizung ausgeführt haben.

Am Mittwoch kamen René Nawrotzki und Achim, die den Kabelzug für meine (am Vorabend mit René 2,5h telefonisch durchgesprochene) Elektroplanung in die Tat umsetzten.

In dieser Woche war ich aus Interesse und weil ich weiß, dass diese, die für die Technik wichtigste Phase des Baus ist, regelmäßig fast jeden Morgen und Abend auf der Baustelle, um mit den Jungs direkt vor Ort auf Ständerwerk und eben die Eigenheiten einer Holzständerbauweise zu reagieren.

Man muss sich nämlich von dem immer 15cm neben der Tür sitzenden Schaltern und der immer 30cm aus der Raumecke heraus platzierten Steckdosen verabschieden. Denn durch das 62,5cm Rastermaß der „Steher“ sprich senkrechten Balken der Holzrahmen ist nicht immer genau dort wo eine Installation geplant ist auch tatsächlich eine möglich. Denn schließlich kann man nicht – die für die Aussteifung notwendigen – Wandständer laufend durchtrennen.

Dementsprechend kamen dann bei jedem Besuch die Fragen: „Du Stefan, wie wir uns das hier (oder da) gedacht haben geht es nicht ganz, komm mal mit, wir schauen uns das mal an.“

Das war in den meisten Fällen auch gar kein großes Problem, wenn man sich eben von dem für mich gewohnten immer gleich sitzendem Schalter neben der Tür etwas verabschieden kann. Da muss man bei den vielen Ständern ein bißchen flexibel sein und eben reagieren. Kein Problem. Zumindest bei uns nicht, da doch irgendwie fast alles ging und wir nur eine 3fach Steckdose nun senkrecht einbauen werden, statt waagerecht und eben der eine oder andere Schalter weiter links oder rechts sitzt als gewohnt. Es wird trotzdem einfach toll.

Zudem konnte ich im Hauswirtschaftraum positiv auf alle Gewerke einwirken, damit nicht in jeder Ecke Technik sitzt und wir weiterhin dort, wo sie geplant ist, unsere Waschküchenzeile platziert bekommen.

Also was ich damit sagen wollte, ist: „Solltet Ihr die Möglichkeit haben, bei der Rohinstallation vor Ort zu sein, kann ich es Euch nur wärmstens empfehlen, denn dann könnt Ihr noch ein wenig mitwirken und die Technikgewerke breiten sich nicht ganz so sehr in Euren vier Wänden aus.“ 😉

Und weil nun auch alles so schön abgestimmt ist, und wir uns gestern auch noch mit Ronny und Henry, den Trockenbau-Jungs über eben den Trockenbau, die Lüftungsanlage usw. unterhalten konnten, wird die Technik mit der Optik nun sehr wahrscheinlich eine ansprechende Symbiose bilden. Der Deckenspiegel ist stimmig, der Technikraum wird schon aufgeräumt aussehen und die Fassadenansichten bleiben auch mit der sichtbaren Technik weiterhin harmonisch.

Das Auge isst eben mit und am Ende sind es die kleinen Details, die den Unterschied ausmachen.

Die Rohinstallation war also für die Jungs handwerklich viel Arbeit und auch für mich ein anspruchsvoller Akt, weil ich eben weiß, dass man mit Kleinigkeiten (Achsen und Fluchten waagerecht und senkrecht) am Ende was erreichen kann. Die Jungs haben alle super mitgespielt und sind auf meine Wünsche und Meinung eingegangen, was Spaß gemacht hat. Danke an Euch alle!

Daher möchte ich Euch Lesern auch eine kleine Anekdote über unsere Klingel und deren Platzierung erzählen, über die wir uns noch jetzt schelmisch freuen und sicher nie vergessen werden…

Am Donnerstag früh kam ich also auf die Baustelle um mit René einen Platz für die von mir mitgebrachte (schon lange auf seinen Einsatz wartende) Klingel zu finden. Unsere Klingel ist aus Porzellan und passt in eine normale Hohlwanddose. Es ist eigentlich eine normale Schalterprogramm-Tasterklingel für Innen, aber da wir ein überdachtes Podest haben, geht diese auch im Außenbereich einzusetzen:

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Also mit dem Ziel diese zwischen Fenster und Tür zu platzieren (was auf Grund der Umrandungen schon sehr eng aussah) kam ich gut gelaunt auf die Baustelle. Ebenso gut gelaunt traf ich alle Jungs an und teilte meinen Plan mit. Ich fragte Roman, ob er nicht als Zimmerer eine Gute Idee hätte, die Kleine Lücke zwischen Brett des Fensters und Brett der Tür auszufüllen, sodass es gut aussähe und man so eine ebene Fläche für die Hohlwanddose meiner Klingel schafft.

Nach Einberufung einer Baubesprechung unter allen Beteiligten haben wir gemeinsam beschlossen, dass das dämlich aussehen würde, die Lücke aufzufüllen. Also bliebe nur der Platz neben dem Fenster, sprich ca. 1m links neben der Tür.

Das ging ja gar nicht, schließlich will man ja niemanden nach der Klingel suchen lassen und dazu käme dort die Klingel nicht zur Geltung. Am Pfosten oder der Zaunumrandung des Podests ging auf Grund der Leitungsführung nicht.

Dann – so Roman – also doch links neben der Tür unterhalb des Fensters auf ca. 70cm über dem fertigen Podest……..

Auch ne Idee. Aber irgendwie nicht so richtig gelungen. Dann kam ich mit der Idee die Klingel direkt in die Fensterumrandung einzusenken. Angehalten… Sah´s toll aus. Roman sagte zunächst, dass das ne schlechte Idee ist, wegen der Abdichtung des Fensters, aber so tief brauchten wir nach Meinung von mir und René gar nicht zu senken.

Da die Fensterumrandung nur aufgesetzt ist und somit an dieser Stelle aus einer Leiste und einem Brett (auf dem eigentlichen Fenster und der Schalung aufgesetzt) besteht, war das einzige, was es galt zu beachten: Vorsichtig Bohren! Und Daumen drücken, dass unter dem ersten Brett mit sichtbaren Nägeln nicht genau der Nagel der Leiste getroffen wird, dann macht die Fräse schlapp und das Brett hätte ausgetauscht werden müssen.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt… Ich habe also gesagt, dass sofern wir Pech haben und auf einen Nagel stoßen, ich das neue Brett und den Austausch zahle und wenn wir Glück haben, wir alle gemeinsam eine tolle Lösung geschaffen haben. Also waren wir uns alle Einig und René setzte gleich die Lochfräse an. Daumen Drücken…

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Das Ergebnis ist ein 1a Loch ca. 0,5mm neben einem Nagel im darunter liegenden Brett, eine unbeschädigte Abdichtung des Fensters und ein perfekter Platz für unsere schöne Klingel, den sogar Christian Szur (unser Bauleiter) am nächsten Tag wohl bewundert haben soll…

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Sicher wird der Ein- oder Andere sich fragen, was ich mich über so eine Kleinigkeit so freuen kann. Sei´s drum, ich freue mich einfach immer auf das Haus zugehen zu können, mit dem Wissen, dass die Klingel seinen perfekten Platz hat.

Die nächste Anekdote war, dass René mich am Freitag früh fragte, wo denn der nächste Großmarkt sei, denn sein 5-adriges Kabel sei ihm ausgegangen. Ich fragte ihn verwundert, wie viel er denn dabei hatte… 1300 Meter kam zurück und ich habe – leicht verwundert –  unseren Baustrom-Elektriker um Auskunft über den nächsten Großhandel bemüht, welche er auch (bleibt ja im gleichen Handwerk) mit einem Lächeln auf der Stimme freundlich gab.

Am Wochenende waren wir natürlich noch einmal auf der Baustelle, nachdem ich am Freitag spätabends, als alle Haustechnikgewerke mit den Arbeiten durch waren, die Ecken alle gereinigt habe. Die Jungs machen ja immer klar schiff, aber natürlich „nur“ besenrein.
Kurzum: Ja, ich habe Staub gesaugt… Auf einer Baustelle… Ich weiß, ich kam mir auch blöd vor, aber was soll man machen, wenn einem der eigene Bauch sagt:

„Alter, mach einmal die Ecken sauber, bevor Ronny und Henry alles wieder verschließen!“

Ich hab´s -verwundert über mich selbst – getan und das Ergebnis hat mich beruhigt. So sah dann die Baustelle mit kompletter Roh-Installation und in bester Hausfrauenart aus:

Natürlich haben auch diese Woche unserer Zimmerer jede Menge Unterschläge, Dachüberstände, Stirnbretter, Eckbretter usw. gezimmert und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hierüber kann ich aber weniger berichten, weil ich einfach so fokussiert auf den Innenausbau war.

Seht selbst, hier sprechen Fotos einfach mehr Worte als Worte:

So, nun seid Ihr wieder auf Stand bei unserer Baustelle. Nun bin ich müde und wünsche gute Nacht!

Euer Steff

 

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