Ach, so schaut´s aus!

Ja also, das ist so beim Bauen, dass man eigentlich fast nie Zeit hat um in Ruhe über die Baustelle zu schlendern, denn man muss ja arbeiten. Aber dankbarer Weise bleiben die Wochenenden um in Ruhe mal zu schauen. Und das war toll, Leute!

Wir haben unsere Kinder der Sicherheitsunterweisung auf der Baustelle unterwiesen, denn nun ist schließlich Gerüst und ein Obergeschoss mit grooooooßem Loch da wo sonst eine ungefährliche Wiese war und da hieß es beim Frühstück eben: „Also, wenn  wir dann gleich nach Snickerbo fahren …. „.
„Ohhh, Papa, das hast du uns doch schon vorhin gesagt … “ hallte es zurück.
Trotzdem haben uns unsere Jungs (nunmehr 5 und 8 Jahre alt) zu verstehen gegeben, dass sie den Ernst der Lage erkannt haben. Denn, wer will es schon erleben, dass sein eigenes Kind durch´s Treppenloch fällt während man sich den Drempel anschaut?

Also schnell noch ein wenig Draußenspielzeug gegen Langeweile und Matschhosen für den großen Matschberg im Vorgarten eingepackt, alles was man noch so zum Messen und Fotografieren braucht, dicke Jacken und los ging´s mit Kribbeln im Bauch. Schließlich können wir heute in Ruhe das Erdgeschoss ohne freien Himmel und das Obergeschoss (noch ohne Innenwände) entdecken…

Schon vom Weiten im Auto konnten wir im Wohngebiet nun unser Snickerbo am Giebel erkennen als wir in die Straße einbogen und das Kribbeln im Bauch und der Jubel im Auto wurde stärker.

Nochmals natürlich die ermahnenden Worte des Vaters, „Jungs, denkt dran …“. Zurück: „OOOHHH PAPA!!!“ und dann rauf auf die Einfahrt und rein in unseren Traum.

Einige vorsichtige Blicke, während wir uns noch die Gummistiefel anzogen, haben die Kinder schon ungeduldig ergaunert. Mit großer Freude und aufgeregten Rufen eingeläutet, wurde unsere Vorfreude immer größer.

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Von Drinnen im Erdgeschoss kannten wir ja schon eine Menge, aber die Dimensionen der Räume lassen sich nun (mit von Außen geschlossenen Wänden und „Decke über dem Kopf“) deutlich besser erahnen, auch wenn noch nicht alle Innenwände stehen.

Die Wände um das Gäste-WC, den Hauswirtschaftsraum, eine Wand des Gästezimmers und die Wand mit der Schiebetür zwischen Küche und Diele, sowie die kleine Wandscheibe zwischen Küche und Essbereich werden erst in der Ausbauphase gestellt.

Es war toll und natürlich ist noch kein Bodenaufbau drin (ca. 21cm mit Bodenbelag), aber trotzdem können wir schon jetzt die herrlich hohen Decken genießen, da wir uns ja für eine Geschosserhöhung von 2,50m auf 2,70m im Erdgeschoss entschieden haben und das hat sich – glauben wir – echt gelohnt, denn die Räume wirken herrlich großzügig. Und dieser herrliche Geruch nach Holz! Klasse, echt!

Leider hat es die Woche und vor allem letzte Nacht stark geregnet, so dass es fleißig aus dem OG in´s EG tropft und Erker und Treppenloch lassen dem Regen freien Lauf. Aber insgesamt ist der Bau trotzdem recht trocken. Wir werden sobald das Haus dicht sein wird, einmal „feucht durchwischen“ und den Nassauger walten lassen und evtl. eine kleine Heizphase einlegen um die Restfeuchtigkeit vor Dämmung etwas trocken zu legen. Das müssen wir mit unseren Zimmerer-Jungs mal abschnacken, was da Sinn ergibt.

Á propos Treppenauge und Erkerzimmer: Hier konnten wir schon einige Blicke in das Obergeschoss erhaschen und die Kinder schrieen fleißig, dass sie über das Gerüst nach oben wollten…

Also jeder ein Kind an die Hand, genau wie es unsere Sicherheitsunterweisung am Frühstückstisch besagte, und los ging es ganz in Ruhe und mit sicheren Tritten immer eine Hand für´s Kind und eine für´s Gerüst rauf in´s Obergeschoss.

Und dann einfach nur ein lautes WOW! Ich sage es Euch, es ist einfach ein absolut krasses Gefühl den Ausblick aus seinem Traum zu genießen, aus den Fenstern der Kinder, des Schlafzimmer´s und unseres Allrums (in schwedischen Häusern und nun auch unserem Norwegischen ganz normal das Gemeinschaftszimmer im Dach) zu schauen und zu sagen: „Kuck mal wir können im Winter den See aus dem Schlafzimmer, aus dem Kinderzimmer und dem Allrum sehen“. Dazu aus der Badewanne heraus auf das 800 Jahre alte Kloster zu schauen, ist einfach genial. Hierzu ein kleiner Rückblick, wir haben nämlich einigen Aufwand getrieben unser Haus auf dem Grundstück planerisch zu platzieren. Und da man ja nicht fliegen kann, kann man eben nur erahnen bzw. erhoffen, was man eventuell dann aus den Fenstern sehen wird. Und da wir ca. 80m Luftlinie vom See entfernt wohnen aber ein Forststreifen uns vom See trennt waren wir uns eben nicht sicher, ob wir den See wohl sehen werden.

Und ja wir können!!!

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Schwer zu fotografieren, aber man kann hinter dem Haus den See erkennen. Und im Vordergrund ist unser Weihnachtsbaum für 2020… 😉

Im Sommer ist dann natürlich alles gut durch eine grüne Waldwand versteckt. Also nach erstem Jubel und Freudensprüngen schauten wir uns dann weiter um.

Im Obergeschoss haben wir 3 Schlafzimmer für uns 4, das Badezimmer, den Allrum (riesen Flur als „Kinderwohnzimmer und Musikzimmer) in das die Treppe führt und ein kleines separates Büro.

Und das Ganze sieht dann im echten Leben so aus:

Tja, so schaut´s aus- unser Snickerbo.

Und nächste Woche wollen die Jungs dann den Dachstuhl richten und hoffentlich den Regen mit Unterspannbahnen aussperren. Mal sehen ob den (nun nur noch) zwei Zimmerern das gelingt. Denn: Nachdem Patrick – als Lehrling –  ab Morgen Ferien hat und ihm danach wieder Unterricht droht, uns und Snickerbo am Freitag leider tschüss sagte, sind die Drei nur noch Zwei. Wir danken Dir für deinen Einsatz mein Lieber Patrick. Hau rein! Auf das du immer mindestens einen Nagel dabei haben magst.

Aber ich bin mir sicher, dass auch Roman und Johannes als gestandene Zimmerer unser nach eigenen Worten „kompliziertes Haus mit soooo vielen Fenstern, Ecken und schnörkeln und hier noch nem Giebel und da noch ner Kehle“ mit Sicherheit weiterhin bei bester Laune und tatkräftig fertigstellen werden. Die hauen nämlich rein für mindestens drei! Weiter so…

In diesem Sinne, wir freuen uns auf die nächste Woche!

Euer Steff

 

 

 

 

 

 

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2 Gedanken zu “Ach, so schaut´s aus!

    • Danke Dir!
      Den See wie gesagt können wir aus dem Dachgeschoss im Alrum, Schlafzimmer und Kinderzimmer sehen.
      Wir freuen uns darüber natürlich sehr, so ist er uns nicht nur gefühlt sehr nahe und schnell zu erreichen um Spaziergänge zu machen, sondern auch sichtbar als Ruhepol vorhanden. Wir haben spontan dann gleich entschieden, dass an die Allrumfenster eine bequeme Sitzgelegenheit muss zum Lesen und Entspannen.
      LG Steff

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