Snickerbo zeigt sich schon jetzt von seiner sonnigen Seite

Bevor ich zum eigentlichen Kern der im Titel versteckten Botschaft komme, muss ich noch  einen kleinen Nachtrag für die interessierten Leser schreiben, die sich schon wieder fragen: „Warum nur, ist schon wieder auf Snickerbo nichts in der Zwischenzeit passiert?“

Doch! Es ist was passiert. Die Baustelle wurde von uns kurz nach dem letzten Post ratz-fatz eingerichtet. Schließlich waren ja alle schon seit nem viertel Jahr in den Startlöchern. Zuerst war die Baustraße da, von der wir bereits berichteten. Dann, für alle die wissen wollen was da alles zu organisieren ist, kamen vor 2 Wochen der Bauwasseranschluss, einen Tag darauf der Baustromverteiler und dann der Baustromzähler. Einen Tag später das Stille Örtchen und der Vermesser für die Schnurgerüste.

Hierzu allen Bauherren ein guter Rat zur Lebenszeitverlängerung: Rechtzeitig mit den Versorgern für Trinkwasser, Strom etc. sprechen, dann geht´s auch reibungslos wenn´s dann schnell gehen soll. Denn nachdem lange Zeit kein Terminplan da war, musste auf einmal alles schnell gehen. Bei uns lief es in dieser Hinsicht endlich mal am Schnürchen, sprich 4 Anrufe getätigt und ne Woche später war alles Geschichte. Ja auch so kann das laufen, wenn die Herrschaften bei den Versorgern das Bauvorhaben bereits längst angelegt haben… 🙂

Hier ein paar Bilder und dann zum Titel der Geschichte, denn es geht ja weiter!

 

Zum Kern der Botschaft:

Nach einigen Tagen Regenwetters und eben – dem geneigten Leser wird es aufgefallen sein – einer Woche Verzug bzgl. des Fundamentbeginns, sprich Baustarts, war es also heute endlich soweit.**

Ich habe kurzer Hand meinem Chef am letzten Donnerstag mitgeteilt, dass ich das Wochenende durch arbeiten werde, um dann heute auf der Baustelle zu sein, und meine eigene Baustelle zu leiten. (Für diejenigen, die es noch nicht wissen, ich arbeite in der Baubranche als Elektro-Fachplaner und -Bauüberwachung)

So haben wir also am Freitag mit Herrn Joppa vereinbart, dass er einfach so gegen 10 Uhr durchklingelt, wenn er auf der Baustelle angekommen ist. Wir sind ja innerhalb von 20 Minuten da. Leicht auf heißen Kohlen sitzend haben wir uns immer wieder bei einem schönen, ausgedehnten Frühstück gefragt, wann und ob denn wohl der Anruf kommt, klingelte das Telefon um 3 Minuten nach 10. Da war sie dann wieder dran, die herrlich erfrischend berlinernde Stimme von Herrn Joppa, sie seien da.

Achso, warum der Titel??? Ungefähr 10 Minuten vor dem Anruf von Herrn Joppa erstrahlte die ganze Wohnung golden und der Himmel riß blau auf. Das war nach 10 Tagen trüben Mistwetters ein Zeichen. Snickerbo zeigt sich ab jetzt hoffentlich nur noch von der sonnigen Seite.

Also wieder zurück zur Geschichte: Nach kurzem Schwatz bei mitgebrachtem Café in der Kälte über Herkunft und Historie aller Beteiligten ging es dann richtig zur Sache. Lars setzte sich mit leuchtenden Augen (auf Grund der Sauberkeit und Komfortausstattung des Baggers) in den, nach eigener Aussage „schönsten Bagger der Welt“ und legte los. Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

Es war mal wieder gut, dass wir uns unaufgefordert Gedanken zum Thema Erdwärme gemacht haben, denn man wird eben auf der Baustelle einfach gefragt, wo man es hin haben will und da hilft eine Planskizze ungemein um große Ähms und Öööhs zu vermeiden, welche trotzdem kommen, sobald man vor Ort steht.

Wir haben uns aber tatsächlich mehr oder weniger an die geplante Form einer Sprechblase gehalten. Schließlich ist es nicht ganz einfach 200qm Fläche im Garten zu verplanen, wenn man nicht zufällig vor hat, dass der Garten aussieht wie ein Fußballfeld. Denn, man darf die Fläche der Erdwärme-Kollektoren nicht überbauen und auch nicht nennenswert bepflanzen. Also haben wir mehr oder weniger rund die ohnehin mit Rasen geplante Fläche an Hand unseres Plans zusammen mit Thomas angezeichnet. Jeder der in der Schule aufgepasst hat, weiß ja wie ein Kreis mit nem Pflock und einer Sprühdose gezeichnet werden kann. Auch hier hat dann die vermalledeite Mathematik aus der Schule zu den Kreisflächen weiterhelfen können.

In Bezug auf den Erdaushub gibt es ein Wechselbad der Gefühle und das Ende ist noch offen. Das Bodengutachten aus September letzten Jahres sagte  seinerzeit, dass 60cm Boden ausgetauscht werden muss, da erst unterhalb dieser Schicht aus Mutterboden der tragfähige Lehm versteckt ist. Nachdem also hierfür (2 Tage vor Beginn der Arbeiten) ein Angebot von der Akost kam und wir mit den Mehrkosten zwar gerechnet hatten, aber dennoch nicht glücklich über diese und den späten Zeitpunkt der Bekanntgabe waren, hatten wir uns damit abgefunden und die Kröte geschluckt. Dann, Heute nach dem ersten Spatenstich, kam die Analyse von Herrn Joppa, „Mensch, da müssen wir ja nur ca. 20-30cm austauschen. Da sparen Sie ja Geld.“

Da freut man sich und geht erst mal mit der ganzen Familie in das Café nebenan und isst ne heiße Kürbiscremesuppe zur Feier der guten Nachricht, denn damit hatten wir natürlich nicht gerechnet.

Nachdem wir also wieder aufgetaut waren, sind wir zurück auf die Baustelle, wo die Jungs der Akost fleißig waren und weitergebuddelt haben. Frisch gestärkt spielten die Kinder auf dem Erdhaufen als wären sie die Könige der Welt und wir haben Lars und Thomas bei der Arbeit zugesehen und mit den neuen Nachbarn gequatscht.

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Unten links im Bild: Das auf den Baublogs obligatorische Auto der Akost-Burschen

Nachdem ich dann wieder einen Blick in die Baugrube geworfen habe, stellte ich fest, dass zumindest ein Teil der Grundfläche tatsächlich tiefer ausgebuddelt werden muss, weil noch organische Reste in der Erde enthalten sind und diese beim Verfaulen Luftlöcher in die Erde gucken könnten.

 

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Also hat das Bodengutachten an dieser Stelle wohl doch recht. Wie es dann am Ende ausgeht, sehen wir aber morgen, denn

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die Sonne geht unter über Snickerbo und die Bauherren sind sich einig, dass dies der schönste Schmutz-Berg der Welt ist.

Gute Nacht

Steff

**Unser netter Tiefbauleiter Herr Joppa hat´s damals, 2 Tage vor eigentlichem Baubeginn, am Telefon mit dem charmanten Berliner Akzent  versucht wieder gut zu machen. Der Grund war, dass eben einfach das Personal auf einer anderen Baustelle gebraucht wird. War auch nach dem ersten „och-nee-das-fängt-ja-gut-an-Gefühl“ gar nicht soooo schlimm, weil uns Frau Hendes dann gleich mitgeteilt hat, dass trotzdem der 28.11. weiterhin steht und sich daraus also kein Dilemma entwickelt. Puh…

 

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7 Gedanken zu “Snickerbo zeigt sich schon jetzt von seiner sonnigen Seite

  1. Und als wir heute aus dem Fenster schauten, hat uns der Wettergott eine Botschaft geschickt: Sonnig- ja vielleicht! Aber erstmal alles WEIß! WOW, einen Tag auf der Baustelle und schon liegt Schnee? Okay….
    Ich habe meinem lieben Mann heute Morgen beauftragt ein Beweisfoto zu schießen. Folgt asap!
    Euch allen eine schöne Schlittenfahrt (aber nicht mit dem Auto bitte)!
    LG Corie

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    • Liebe Heike!
      Nun haben die Namen Gesichter und man kommt sich vor, als wäre man im Baublog der anderen gelandet.
      Aber nein- das ist hier ist tatsächlich die Realität- wunderbar ist das!
      Nun seid ihr aber fast ein Jahr drin- unglaublich!
      Ich hoffe eure Dunstabzugshaube weiß die Warterei auf sie zu schätzen- ein herrlicher Bericht!!! 🙂
      Habt ihr auch Schnee in Offenburg?
      Herzliche Grüße aus dem Snickerbo Land
      Corie

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  2. Auch von mir Glückwunsch zum Baustart!
    Ach ja der Lars…. Der hat auch bei uns gebaggert. Außerdem hatte er das „Vergnügen“ mit Uwe zusammen am kältesten Tag des Jahres bei uns das Garagentor einzubauen. Die armen. Aber wir konnten sie zum Glück mit einem warmen Mittagessen beim Italiener und ab und zu einem warmen Glühwein auf Temperatur halten 🙂
    Sag bitte auch liebe Grüße von uns 🙂

    Ich wünsche euch eine reibungslose Bauphase mit vielen schönen Erinnerungen. Wir jedenfalls schauen immer noch sehr glücklich und zufrieden auf unsere schöne Bauzeit zurück.

    Liebe Grüße aus Schöneiche,
    Rico

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    • Haha- ja der Lars scheint viel beschäftigt! 🙂
      Nach dem so sonnigen Post von meinem lieben Mann hört es hier gar nicht mehr auf zu schneien- also eigentlich worst case für die Bodenplatte- wir haben scheinbar auch hier kein Glück- das wird eng, wenn wir den Hausliefer-Termin am 28.11. halten möchten.
      Drückt uns aber bitte weiterhin die Daumen!!! 🙂
      Denn 2 Hiobsbotschaften an einem Tag- Trump und Eis… das halten meine Nerven nicht aus… 😉
      Liebe Grüße nach Schöneiche,

      Corie

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